Creative Commons (CC-BY-SA) - Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Fleischatlas 2016

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Verbraucher legen immer größeren Wert auf eine ökologische und ethisch korrekte Produktion dessen, was auf ihren Teller kommt. Immerhin knapp die Hälfte wären laut aktuellem Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bereit, mehr Geld auszugeben, wenn dies mehr Tierwohl bedeutet. Dieser gesellschaftliche Trend steht jedoch im diametralen Gegensatz zu den Entwicklungen in der industriellen Fleischproduktion, die weiterhin auf intensive Tierhaltung und auf den wachsenden Export setzt. Immer mehr Schweine, Hühner und Rinder leben in Deutschland in immer mehr Megaställen und Mastanlagen, während immer mehr kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe das Handtuch werfen (müssen). Laut Heinrich-Böll-Stiftung gaben in den letzten 15 Jahren bis zu 80 Prozent der Tierhalter auf, obwohl bis zu 50 Prozent mehr Fleisch produziert wird.

Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) beleuchtet die Stiftung im neuen Fleischatlas „Deutschland regional“ diesen Strukturwandel jeweils gesondert für die einzelnen Bundesländer und benennt negative Trends dabei ebenso wie positive Entwicklungen. In Schleswig-Holstein, hier kommen die Verfasser zu einem recht düsteren Ergebnis, seien vor allem das Überdüngen von Böden und Gewässern sowie die Bodenerosion durch Wind als problematisch anzusehen. Größte Übeltäter seien vor allem die Intensivtierhaltung sowie der großflächige Anbau von Mais als Futtermittel und Energielieferant. Die massive Umwandlung von Grün- in Ackerland, so die Autoren, minimiere zudem den natürlichen und gerade in Schleswig-Holstein so wichtigen Schutz vor Erosion.

Der Fleischatlas 2016 steht hier zum Download bereit.

Der Text ist erschienen im Magazin [Mohltied!], Ausgabe 1/2016.

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