Dass auch die großen Musikfestivals längst den Nachhaltigkeitsgedanken aufgegriffen haben, sieht man an Initiativen wie der Green Music Initiative oder Sounds for Nature. Und genau hier setzt Konzertkultour, Hamburger Agentur von Helen Schepers und Michael Kellenbenz, an.  Die beiden wollen Festivalbesucher aufs Rad bringen. Mit ihrer im Frühjahr 2012 gegründeten Agentur betreiben sie auf Festivals bereits im zweiten Jahr ihre FahrradGarderobe sowie einen Fahrradverleih auf dem Festivalgelände und wollen dazu beitragen, dass die CO2-Belastung durch so ein Event sinkt.

Gib’s doch einfach vorne ab: FahrradGarderobe

Das Prinzip ist so einfach wie gut. Konzertkultour stellt auf dem Festivalgelände ein rund um die Uhr bewachtes Areal für Fahrräder zur Verfügung. So werden auch BesucherInnen, die ansonsten ihr Bike ungern irgendwo unbeaufsichtigt stehen lassen, animiert, das Auto stehen zu lassen und per Fahrrad zum Festival zu kommen. Die Nachfrage seitens der FestivalbesucherInnen ist groß, wie schon der erfolgreiche Pilotversuch 2012 auf dem Hamburger Dockville-Festival zeigte. In diesem Jahr wird die FahrradGarderobe auf dem Hurricane, dem Appletree Gaarden und erneut auf dem Dockville zu finden sein.

Rocken und Radeln: der Fahrradverleih

Auch mit dem Fahrradverleih direkt auf dem Festivalgelände möchte Konzertkultour dazu betragen, dass die BesucherInnen umweltfreundlich in die Pedale treten, statt sich für den Weg zum nächsten Supermarkt oder zum nächsten Badesee ins Auto zu setzen. Und auch hier freuten sich Schepers und Kellenbenz bereits über eine rege Nachfrage. Den Festival-Drahtesel ausleihen kann man sich in diesem Jahr auf dem Immergut, dem Appletree Garden und dem Dockville.

 

Lust aufs Mitgestalten: Kooperationen und Sponsoren gesucht

Die beiden umtriebigen Musiknerds (“Wir wollen immer auch ein Teil des Festivals sein”) haben sich noch mehr einfallen lassen, darunter etwa eine Fahrraddisco. Mehrere strampelnde Radler erzeugten 2012 etwa auf dem Appletree Gaarden den Strom, um eine Unplugged-Bühne und ein DJ-Set zu betreiben. “Wir möchten einfach mit unseren Ideen mitgestalten und die Festivals ein ganzes Stück grüner machen”, sagt Kellenbenz. Er und seine Mitstreiterin sind immer auf der Suche nach fruchtbaren Kooperationen, nach Menschen mit guten Ideen. Gefunden haben sie jüngst etwa auch das Kieler Projekt Goldeimer, das eine Komposttoilette für Festivals entwickelt hat.

Schepers und Kellenbenz suchen nun vor allem auch Sponsoren, die zum Beispiel den Fahrradverleih unterstützen möchten.

Kontakt unter: mk@konzertkultour.de



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