Salmon in storeDie Zahl der Siegel für nachhaltigen Fischfang wächst. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Etiketten, die uns Orientierung beim Einkauf geben sollen. Ob MSC (Marinestewardship Council), FOS (Friend of the Sea), Dolphin Safe oder ASC (Aquaculture Stewardship Council) und das GLOBALG.A.P-Siegel für Aquakulturen – sie alle haben unterschiedliche Anforderungen und Ansätze für eine Zertifizierung.

Neben dem Anerkennen der grundsätzlichen Bemühungen der verschiedenen Label und vor allem auch der Empfehlung, sich beim Einkauf an den Siegeln zu orientieren, haben Meeresforscher und Umweltschutzorganisationen in den letzten Jahren allerdings auch nicht an Kritik an den Standards der einzelnen Label gespart. Eine Untersuchung des Kieler Geomar-Instituts für Ozeanforschung etwa kam bereits 2012 zu dem Ergebnis, dass bei 50 Prozent der MSC-zertifizierten Fänge nicht nachgewiesen werden konnte, dass in gesundem Bestand gefischt wurde. Ebenso unbefriedigend schnitten in den Augen der Meeresforscher die FOS-zertifizerten Produkte ab. Die Forderung: Die Zertifizierer müssten ihre Kriterien verschärfen und vor allem auch einhalten. Zudem müssten überfischten Beständen das Siegel entzogen werden (Mehr dazu hier).

Wer sich mit nachhaltigem Fischeinkauf genauer beschäftigen möchte, der sollte sich einmal den Fischratgeber von Greenpace und den Einkaufsratgeber Fisch vom WWF ansehen. Hier bekommt man viele Infos über Fischbestände, und man erfährt, welche Fische man problemlos wählen kann und welche man besser nicht kaufen sollte. Den Greenpeace-Ratgeber gibt es übrigens auch als App. Wie der funktioniert, kannst du dir im folgenden Video anschauen.

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